Geplante Ausweitung der Videobeobachtung

Oh nein!

Neben den bereits existierenden Beobachtungs-Bereichen, ist geplant, auch weitere Teile der Stadt Köln mit Kameras ins Visier zu nehmen.

Zukünftig auch Breslauer Platz, Neumarkt, Ebertplatz und Wiener Platz unter Beobachtung?

Mit Presserklärung vom 25.04.2018  Beobachtungsbereichen (abrufbar unter: https://koeln.polizei.nrw/artikel/polizei-koeln-plant-weitere-standorte-fuer-videobeobachtung) teilte das Polizeipräsidium mit, dass es beabsichtigt zeitnah vier weitere Örtlichkeiten mit insgesamt 32 stationären polizeilichen Videokameras zu bestücken. Es handelt sich dabei um die ebenfalls von der Kölner Bevölkerung und zahlreichen Touristen stark frequentierten Plätze: Breslauer Platz, Neumarkt, Ebertplatz und Wiener Platz. Aus dem Tabellenwerk (Tabelle 2) zur Presserklärung wird jedoch deutlich, dass die von Polizeipräsidium erhobenen sogenannten Kriminalitätszahlen aus dem Jahr 2017 außer beim Ebertplatz in allen neu geplanten beobachteten Bereichen eher rückläufig sind.

Kriminalitäts-Zahlen

GesamtDom/HBFRingeBreslauer PlatzEbertplatzNeumarktWiener Platz
2017107.0928522.3612261.0412.257940
2016110.7721.2122.6213048282.262866
2015112.4471.7302.8154946042.510951

Das Polizeipräsidium reagiert somit auf sinkende Kriminalitätszahlen in Köln mit mehr Videobeobachtung.

Am Breslauer Platz sind die Kriminalitätszahlen deutlich rückläufig, sie haben sich von 494 Delikten im Jahr 2015 auf 226 im Jahr 2017 mehr als halbiert.

Am Ebertplatz ist der Anstieg wesentlich durch den Anstieg von Rauschgiftdelikten ausgelöst. Videobeobachtung kann hier aber keine effektive Lösung sein.

Stadtplanausschnitte mit genauen Positionen der bereits installierten sowie der geplanten Kameras unter Karten der Videostandorte.


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